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Südkorea Reisetipps: Alle wichtigen Infos zu deinem Urlaub!

Nationalpark mit Tempel und Gebirge

Südkorea hat es wirklich nicht leicht. Denn das ostasiatische Land wird immer noch von vielen Asien-Urlaubern übersehen – viele können sich wenig unter der Kultur sowie den Sehenswürdigkeiten Südkoreas vorstellen, dazu steht das Land auch noch in unmittelbarer Konkurrenz zu den beliebten Reiseländern Japan und China, sowie dem Dauerbrenner Südostasien. Und auf den ersten Blick verstehe ich auch, weshalb immer noch so viele Reisende mit Südkorea nicht viel anfangen können. Meine persönliche Theorie ist, dass es dem Land einfach an einem eindrucksvollen Monument oder Wahrzeichen fehlt. China hat die Chinesische Mauer, Japan hat den Mount Fuji, die Philippinen locken mit Traumstränden im Inselparadies. Und Südkorea? Was gibt es bei einer Südkorea Reise überhaupt zu tun und zu sehen?

So in etwa ging es mir noch vor einigen Jahren auch. Ich wusste wenig über das Land und hatte es auch gar nicht wirklich auf dem Radar. Bis ich die Chance bekam, ein mehrmonatiges Praktikum bei der südkoreanischen Auslandshandelskammer in Seoul zu absolvieren und ich kurzerhand diese Gelegenheit wahrnahm, für ein halbes Jahr in Seoul bzw. Südkorea zu leben und zu arbeiten. Dabei habe ich schnell gemerkt, dass Südkorea toll ist und sich die Reise auf alle Fälle lohnt! Hier möchte ich dir nun in meinem Südkorea Reiseblog eine Übersicht über das Land geben und dir einige Fragen beantworten sowie meine wichtigsten Südkorea Reisetipps und Infos verraten!

Person mit Korea Flagge auf Berg im Seoraksan Nationalpark auf der Südkorea Reise
Wandern im Seoraksan Nationalpark

Hintergrundinformationen zu Südkorea

Südkorea (genauer gesagt die Republik Korea) wird als „Land der Morgenstille“ beschrieben. Das stimmt zwar, wenn du im wunderschönen Seoraksan Nationalpark wandern bist oder die Landschaft der Insel Jeju genießt – doch von Stille kann keine Rede sein, wenn du in der modernen und hippen Metropole Seoul unterwegs bist. Folglich ist Südkorea ein Land voller Gegensätze – nirgends auf der Welt wurde mir das Zusammenspiel von Moderne und Tradition so bewusst, wie in Südkorea.

Das Land zählt etwa 51 Millionen Einwohner auf einer Fläche von etwa 100.000 Quadratkilometern und ist damit weniger als ein Drittel so groß wie Deutschland. Ein Großteil der Südkoreaner lebt in Seoul – die Hauptstadt beherbergt knapp 10 Millionen Einwohner! In der Metropolregion Sudogwon, zu welcher auch Seoul zählt, lebt insgesamt die Hälfte der Bevölkerung Südkoreas. Doch Südkorea ist mehr als nur Großstadt! Insgesamt gibt es 11 UNESCO Weltkulturerbestätten im Land, dazu auch noch ein Weltnaturerbe. Und das Land hat zudem eine faszinierende Kultur und eine bewegte Geschichte zu bieten, über die du hoffentlich auf deiner Reise nach Südkorea mehr lernen kannst.

Traditionelle Häuser in Südkorea
Im Bukchon Hanok Village, Seoul

Anreise, Einreise und Visum

Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass du in Südkorea am Incheon International Airport landest – dem größten Flughafen des Landes, welcher auf einer Insel vor der Küste von Incheon liegt, der Nachbarstadt von Seoul. Der Flughafen von Seoul gilt übrigens als einer der besten der Welt und ist unglaublich effizient und gut organisiert. Von Deutschland erreichst du Seoul entweder direkt oder mit Zwischenstopp – ich persönlich bin beispielsweise schon mit Finnair über Helsinki nach Seoul geflogen. Günstige Flüge findest du auf Skyscanner, hier buche ich auch persönlich meine Flüge.

Vom Flughafen hast du verschiedene Möglichkeiten, um nach Seoul zu gelangen – beispielsweise mit der Metro (4.100 Won) oder mit dem Express-Bus (10.000 Won).

Neben dem Incheon Airport gibt es in bzw. bei Seoul auch noch den Gimpo International Airport. Der kleinere Flughafen liegt noch etwas näher an der Stadt, von hier werden hauptsächlich China, Japan und Taiwan angeflogen.

Übrigens brauchst du als deutscher Staatsbürger kein Visum für Südkorea und kannst problemlos mit deinem Reisepass einreisen – bei der Immigration bekommst du einen Stempel in den Pass, mit welchem du bis zu 90 Tage im Land bleiben darfst. Wenn du länger im Land bleiben willst, reicht diese kostenlose Aufenthaltsgenehmigung nicht und du müsstest dir ein visum beantragen.

Blick aus Flugzeug
Flug über Südkorea

Geld und Währung

In Südkorea wird mit dem südkoreanischen Won (₩) bezahlt. Aktuell (2020) bekommst du für 1€ = 1350 Won. Du siehst schon, hier muss man sich etwas an das Kopfrechnen gewöhnen.

An Bargeld gelangst du in Südkorea mit deiner Kreditkarte an den Geldautomaten (ATMs). Achte jedoch darauf, dass nicht alle ATMs in Südkorea ausländische Kreditkarten annehmen. Wenn der ATM jedoch als „global“ gekennzeichnet ist, solltest du keine Probleme haben. Übrigens hat auch jeder 7-Eleven Convenient Store in Südkorea einen ATM, an welchem internationale Karten akzeptiert werden. Aber generell empfehle ich dir, nicht zu warten bis du deinen letzten Won ausgegeben hast, um wieder nach einem neuen ATM zu suchen – falls eben doch der nächste Geldautomat deine Karte mal nicht annimmt.

Südkorea ist allerdings auch sehr digital und du wirst viele Bezahlungen sogar direkt mit der Karte tätigen können, ganz ohne Bargeld.

Übrigens wird in Südkorea kein Trinkgeld gegeben, das Konzept gibt es im Land nicht.

Berühmte Südkorea Sehenswürdigkeit in Seoul mit Zeremonie vor dem Palast
Vor dem Palast in Seoul

Sicherheit in Südkorea

Hier habe ich sehr gute Nachrichten für dich! Denn Südkorea zählt tatsächlich als wohl eines der sichersten Länder der Welt. Während du in anderen Ländern (beispielsweise Südostasien) immer mal wieder vor Taschendieben und Gaunereien dich in Acht nehmen musst, musst du dir in Südkorea diesbezüglich wirklich keine Sorgen machen. Auf YouTube gibt es sogar einige versteckt gefilmte Experimente, in denen Menschen in der Metro schlafend ihr Portemonnaie neben sich liegen haben (auch noch nach Stunden hatte niemand dieses angerührt).

Doch war da nicht doch noch irgendwas? Richtig – der anhaltende Konflikt zu Nordkorea, der auch immer mal wieder durch gegenseitige Provokationen etwas hochkocht und es dann in die westlichen Medien schafft. Während man bei einem Blick in die Schlagzeilen regelmäßig den Eindruck bekommt, der dritte Weltkrieg stehe in Korea bevor, geht man vor Ort um einiges gelassener mit dem Problem im Norden um.

Denn auch wenn es regelmäßig zu Säbelrasseln kommt, ist die Wahrscheinlichkeit, dass hier die Situation mal wirklich eskaliert, sehr gering und für Touristen somit kein Sicherheitsrisiko. Dafür gibt es auch ganz einfache Gründe. Denn auch wenn Nordkorea theoretisch jederzeit Seoul bzw. Südkorea angreifen könnte, würde der zu erwartende Gegenschlag das Ende von Nordkorea bzw. dem Regime bedeuten. Und das weiß auch Kim Jong-un. Und notfalls ist da auch noch China. Denn Nordkorea ist von der chinesischen Regierung wirtschaftlich abhängig und wird von China auch in Schach gehalten, denn ein erneuter Krieg auf der koreanischen Halbinsel ist sicherlich auch nicht in Chinas Interesse.

Übrigens dürfte mittlerweile auch Südkorea, entgegen der geläufigen Annahme, keinerlei Interessen mehr an einer Veränderung der Situation haben oder sich ein geeintes Korea wünschen. Denn der Fall des Regimes Nordkoreas würde sowohl Südkorea, als auch das benachbarte China mit Millionen von verarmten, ungebildeten nordkoreanischen Flüchtlingen konfrontieren. Deren Resozialisierung und Integration in das aufstrebende, moderne und innovative Südkorea würde unglaublich schwierig und anstrengend sein und wohl das aktuell boomende südkoreanische Wirtschaftswachstum deutlich schwächen. Dazu wird die ältere Generation, die noch ein geeintes Korea kennt und es sich herbeisehnt, in einigen Jahren verschwunden sein – folglich ist auch aus nostalgischen und familiären Gründen eine Vereinigung der beiden Länder für die junge Generation nicht mehr wirklich erstrebenswert.

Das Thema ist unglaublich interessant und hoch komplex – deshalb empfehle ich dir auch, dich etwas in die Geschichte und Geopolitik der koreanischen Halbinsel einzulesen, wenn es dich interessiert. Zusammenfassend lässt sich erkennen, dass sich an der aktuellen Situation von Nordkorea und Südkorea erstmal so schnell wohl nichts ändern wird und dies deshalb auch kein Sicherheitsrisiko für deinen Urlaub darstellt.

Lese mehr: Alle Infos und mein Erfahrungsbericht zu einer DMZ Tour an die Grenze nach Nordkorea!
Blick auf Städte in Nordkorea
Blick über die DMZ Grenze nach Nordkorea

Gesundheit und Impfungen

Generell brauchst du keine besonderen Impfungen oder Medikamente für deine Korea-Reise. Das medizinische System ist in Südkorea übrigens  Weltklasse. Falls also doch mal ein Notfall sein sollte, wird dir hier gut geholfen. Bedenke nur, dass es wie überall in Südkorea auch beim Arzt oder in der Apotheke zu einer Sprachbarriere kommen kann. Google Translate schafft leicht Abhilfe. Doch eine kleine Reiseapotheke solltest du auf der Reise sicherheitshalber dabeihaben.

Übrigens sind zwei Industrien in Südkorea ganz hoch im Kurs – der Medizintourismus bzw. die Schönheitsmedizin. Denn nirgends sonst auf der Welt lassen die Einheimischen so viel an sich verändern, wie in Südkorea. Und als Tourist kannst du im Land kostengünstig Eingriffe vornehmen lassen, wie beispielsweise das in Deutschland sehr teure Augenlasern.

Lese mehr: Das ist meine Reiseapotheke für Asien!
Blick von Berg auf Seoul Südkorea
Aussicht auf Seoul

Die beste Reisezeit für Südkorea

In Südkorea herrscht ein gemäßigtes Kontinentalklima. Was heißt das aber genau? Nun, in Südkorea gibt es wie in Europa vier Jahreszeiten – allerdings sind diese deutlich stärker ausgeprägt, als bei uns. Deshalb hast du in Südkorea sehr heiße und feuchte Sommer, sowie sehr kalte und trockene Winter. Die beste Südkorea Reisezeit sind folglich die Übergangsmonate, also der Frühling und der Herbst.

Im Frühling kannst du die schönen Kirschblüten sehen und hast ein mildes Klima. Der Sommer ist zwar warm, aber auch sehr niederschlagsreich – vor allem für eine längere Südkorea Reise würde ich die Sommermonate meiden. Als optimale Reisezeit für Südkorea zählt generell der Herbst, grob von September bis Mitte November. Denn in diesen Monaten fällt wenig Regen, es ist sehr sonnig und die Temperaturen sind angenehm. Auch macht das gefärbte Laub die Nationalparks und die Natur nochmal schöner.

Ich persönlich habe von September bis Dezember in Südkorea gelebt und hatte wirklich tolles Wetter bis etwa Mitte November – denn ab dann wurde es unglaublich kalt, so dass man gar nicht mehr vor die Türe wollte.

Für deine Reise solltest du zudem die koreanischen Feiertage beachten. Besonders hervorheben möchte ich hier das Erntedankfest Chuseok, welches einige Tage andauert und im September stattfindet (das genaue Datum wechselt jährlich). Während Chuseok sind viele Koreaner unterwegs, folglich solltest du Unterkünfte, Züge und Busse unbedingt im Voraus buchen, wenn du im Land bist. Seoul ist über die Feiertage auch sehr ruhig, vieles hat geschlossen. Am besten vermeidest du also eine Reise während Chuseok.

Bunte Blätter im Wald zur besten Südkorea Reisezeit
Gefärbtes Laub im Herbst

Kultur und Einheimische in Südkorea

Auch nachdem ich mehrere Monate in Südkorea gelebt habe, fällt es mir schwer, die Kultur und die Mentalität der Einheimischen völlig zu durchblicken – vieles ist einfach so anders und passt in unseren Augen auch nicht ganz zusammen. Am faszinierendsten in Südkorea ist für mich tatsächlich der Gegensatz bzw. das Zusammenspiel von Tradition und Moderne. Denn während Südkoreaner technisch und digital extrem fortschrittlich und Europa um einiges voraus sind, sind viele traditionelle, konservative Werte unglaublich fest in der Gesellschaft verankert – vor allem bei Stichworten wie Familie und Beziehungen bzw. Dating.

Urlauber und Touristen in Südkorea haben übrigens auch oft den Eindruck, dass die Einheimischen nicht wirklich offen oder freundlich seien. Und vor allem im Vergleich zu beispielsweise Thailand oder den Philippinen lächelt dir eben nicht jeder Südkoreaner freundlich zu, spricht dich in gebrochenem Englisch an und fragt wo du herkommst. Im Gegenteil – als Ausländer fällst du zwar in Südkorea auf, wirst aber nicht großartig beachtet (mal abgesehen davon, dass du sicher immer mal wieder nach einem Selfie gefragt wirst). Dadurch können Südkorea schnell etwas distanziert oder reserviert wirken. Denn kulturell gesehen ist in Südkorea die Gemeinschaft ganz wichtig – und wenn du also als Ausländer nicht Teil des inneren Kreises bist, wird man auch nicht viel Zeit am Smalltalk verlieren oder dich zum Tee nach Hause einladen.

Interessanterweise unterscheidet sich Südkorea hier gar nicht so stark von der deutschen Kultur und Mentalität, steht aber eben im krassen Gegensatz zur herzlichen (aber oft oberflächlichen) Kultur in beispielsweise Kanada oder den USA. Meine europäischen Arbeitskollegen in Seoul hatten mir erzählt, dass auch wenn sie seit Jahren hier leben, auch wenn sie eine(n) südkoreanische(n) Partner(in) haben, auch wenn sie die Sprache beherrschen – sie trotz allem nie wirklich dazu zählen werden.

Als Tourist wirst du wohl auch nicht so tief in die Kultur eintauchen können oder wollen. Doch generell wirst du sicher merken, dass die Südkoreaner zwar höflich und – wenn du mal mit jemandem ins Gespräch kommst – auch sehr nett sind; jedoch auch etwas kühl und distanziert wirken können. Nimm das also nicht persönlich – die südkoreanische Kultur ist einfach sehr komplex.

Personen knien auf Boden in Tempel bei der Südkorea Reise
Beim Temple Stay in Südkorea

Südkorea Reisetipps zur Sprachbarriere

Während vor allem in Südostasien fast jeder Einheimische zumindest ein paar Worte Englisch spricht, ist die Verständigung in Südkorea (und übrigens in ganz Ostasien, wie beispielsweise auch in China und Japan) deutlich schwerer. Denn viele Südkoreaner sprechen tatsächlich augenscheinlich keinen Brocken Englisch. Das größte Glück solltest du bei der jüngeren Generation haben, doch auch dort ist die Chance groß, dass du auf deine Frage nur mit großen Augen angeschaut wirst. Für mich ist das immer noch nicht ganz verständlich, dass in Südkorea trotz der guten Schulbildung nur wenig Englisch gesprochen wird. Tatsächlich ist es aber wohl so, dass die Kinder hauptsächlich Schreiben und Lesen lernen und weniger das Sprechen im Englischunterricht.

Dazu kommt, dass viele sich einfach auch nicht trauen. Hier also mein ultimativer Tipp nach mehreren Monaten in Südkorea: Starte die Konversation nicht mit der Frage „do you speak English?“, denn darauf wirst du wohl so gut wie nie ein ja hören. Sondern frag einfach direkt auf Englisch was du wissen möchtest – die Chancen sind gut, dass die Person dich versteht und dir weiterhelfen kann

Panorama Blick auf Jeonju Südkorea
Blick auf Jeonju

Essen und Trinken in Südkorea

Wie lässt sich die südkoreanische Küche mit einem Wort beschreiben? Wohl mit „Scharf“! Denn auch wenn du generell gerne scharfes Essen magst, ist Südkorea wirklich noch ein ganz anderes Level. Als Ausländer schadet es also sicher nicht, bei der Bestellung darauf hinzuweisen, wenn du nicht so scharf essen kannst.

Die südkoreanische Küche unterscheidet sich generell deutlich von anderen asiatischen Ländern und ist mit den Gerichten und Speisen einzigartig. Klassisch für Südkorea ist wohl Kimchi (fermentierter, scharf eingelegter Chinakohl), welches als Beilage bei keinem Gericht fehlen darf und für mich etwas gewöhnungsbedürftig war. Generell ist eingelegtes, fermentiertes Gemüse ziemlich beliebt im Land. Weitere Nationalgerichte sind Bibimbap (sehr lecker und eines der wenigen vegetarischen Gerichte) sowie Bulgogi (mariniertes und gut gewürztes Rindfleisch). Nicht verpassen solltest du das klassischen koreanische Barbecue – dabei hast du einen kleinen Grill auf dem Tisch, wo Fleisch und Beilagen vor deinen Augen gebraten werden. 

Oh, und falls du ganz mutig bist, solltest du dir eine besondere Spezialität in Südkorea nicht entgehen lassen: Sannakji! Dahinter verbirgt sich lebendiger (!) Tintenfisch, der verzehrt wird, während die Tentakeln noch zucken…

Die Küche Südkoreas ist sehr Fleisch-lastig – als Vegetarier oder sogar Veganer könntest du Schwierigkeiten haben, da vor allem außerhalb der Großstädte das Konzept einfach nicht bekannt ist und für Verwunderung sorgen wird.

Das Standardgetränk in Südkorea ist Grüntee, welches dir auch zu jeder Malzeit angeboten wird. Kaffee gibt es hauptsächlich in den vielen modernen Coffee Shops der Großstädte, ist dabei aber auch oft etwas überteuert.

Ganz abgesehen von Barbecue und lebendigem Tintenfisch ist Südkorea und vor allem Seoul auch für die Vielzahl an skurrilen, besonderen Themencafés berühmt. So war ich beispielsweise bereits Kaffeetrinken im Cat Café, im Dog Café sowie im Sheep Café. Dabei ist der Name Programm! 

Fleisch und Beilagen
Fleisch auf dem Grill für das Barbecue
Südkorea Barbecue Essen mit vollem Tisch
Koreanisches Barbecue
Südkorea Reisetipps zum Essen - Bibimbap
Bibimbap!

Alkohol und Party

Man mag es kaum glauben – aber die normalerweise so zurückhaltenden und reservierten Südkoreaner haben eine riesige Trinkkultur! Das Nationalgetränk dabei ist Soju, ein farbloser Branntwein mit etwa 20% Alkohol, welcher vom Geschmack an wässrigen Wodka erinnert. Soju findest du an jeder Ecke und in jedem Supermarkt und ist dabei sogar günstiger als Wasser – die Flasche kostet weniger als einen Euro! Getrunken wird Soju pur oder gemischt mit Bier (!), ich persönlich habe den Schnaps aber eher mit Orangensaft verdünnt. Ein weiteres berühmtes Getränk ist Makgeolli (Reiswein). In Südkorea ist es tatsächlich üblich, sich auch im Geschäftsleben oft abends mit Kollegen zu betrinken – das gehört fast sogar schon zum guten Ton.

Übrigens kannst du in Südkorea und allen voran in Seoul auch wirklich super feiern gehen. Im Nobelbezirk Gangnam befinden sich einige der besten Clubs der Welt (beispielsweise das Octagon), auch im Expat-Viertel Itaewon gibt es unzählige Bars und Clubs. Nicht verpassen solltest du zudem das Studentenviertel Hongdae, wo die junge Südkoreaner unterwegs sind und die Gassen voller Karaoke-Bars und Straßenpartys sind.

Katzen im Café in Südkorea
Im Cat Café

Transport in Südkorea

Südkorea verfügt über ein super ausgebautes und effizientes Netz an öffentlichen Verkehrsmitteln, womit du ohne Probleme das Land bereisen kannst. Folglich wirst du an einer Vielzahl an Optionen und Strecken auswählen können. Meine Empfehlung? Für lange Strecken (beispielsweise von Seoul nach Busan) würde ich ein Zugticket buchen, für kurze Strecken (beispielsweise von Seoul nach Seoraksan im Osten) bieten sich auch die Fernbusse gut an. Um auf die Insel Jeju zu gelangen, wirst du einen Inlandsflug brauchen.

Einmal hatte ich mich sogar am Trampen (Hitchhiking) in Südkorea versucht – habe dafür aber viele verduzte Blicke geerntet, einige Südkoreaner wollten auch Fotos von mir schießen, nur mitgenommen hat mich eine ganz lange Zeit keiner. Dafür brauchst du also etwas Geduld.

Übrigens: Auch wenn Seoul eine der größten Städte der Welt ist, kannst du die Stadt problemlos erkunden – denn Seoul verfügt über eines der besten und effizientesten Metrosysteme der Welt. Über die verschiedenen U-Bahn Linien erreichst du jede Ecke der Stadt. Am einfachsten nutzt du die Metro, wenn du dir eine T-Money Karte kaufst (findest du an jeder Metrostation für 2.500 Won), welche du in den Stationen sowie Convenient Stores (7-Eleven) aufladen kannst und dann einfach nur die Lichtschranke antippen musst, bei der Metro und den Bussen im ganzen Land. Super praktisch! Am Ende deiner Reise werden dir die übrigen Beträge (bis auf 500 Won) ausgezahlt.

Fluss mit Brücke in Seoul Südkorea
Am Fluss in Seoul

Südkorea Sehenswürdigkeiten und Reiseziele

Wie anfangs schon erwähnt, scheint es auf den ersten Blick in Südkorea an weltberühmten Wahrzeichen und Attraktionen zu fehlen. Doch keine Sorge – das Land bietet einige tolle Highlights und Sehenswürdigkeiten. Wunderschöne Nationalparks und Gebirge, pulsierende Großstädte, Tempel- und Palastanlagen und die am strengsten bewachte Grenze der Welt – keine Frage, in Südkorea gibt es viel zu sehen und zu erleben. 

Neben der Hauptstadt Seoul zählen zu den berühmten Sehenswürdigkeiten und Reisezielen des Landes ein Ausflug zur Grenze Nordkoreas an die DMZ, der Bukhansan Nationalpark, der Seoraksan Nationalpark, die Hafenstadt Busan, die wunderschöne Insel Jeju sowie die kulinarische Hauptstadt es Landes Jeonju. In meinem ausführlichen Artikel habe ich dir die wichtigsten Highlights und Attraktionen im Detail vorgestellt.

See mit Tempel in der Mitte
Sehenswürdigkeiten in Seoul

Wie viel Zeit brauche ich für meine Südkorea Reise?

Das kommt ganz darauf an, was du alles sehen möchtest. Viele Touristen beschränken sich bei ihrer Reise auf die Hauptstadt Seoul und besuchen Südkorea folglich nur für einen Städtetrip. Wenn du nur einige Tage Zeit hast, macht das auch Sinn – denn Seoul hat schon wahnsinnig viel zu bieten und bietet sich zudem gut für Tagesausflüge an.

Möchtest du das Land aber richtig entdecken, brauchst du mehr Zeit. Ich würde dir eventuell zwei Wochen in Südkorea empfehlen. Dabei hast du genügend Zeit, um Seoul zu erkunden sowie Tagesausflüge in den Bukhansan Nationalpark und zur DMZ zu unternehmen, sowie um auch in den Süden des Landes zu fahren – in die Küstenstadt Busan sowie auf die landschaftlich tolle Insel Jeju.

Skyline und Häuser in Busan Südkorea
Blick auf die Hafenstadt Busan

Südkorea Reisekosten und Budget

Generell ist Südkorea kein super günstiges Reiseziel, jedoch auch nicht übermäßig teuer. Ganz grob würde ich deshalb sagen, dass sich dein Südkorea Budget für die Reise in etwa mit deinen Ausgaben in Europa vergleichen lässt. Als ganz guter Vergleich bietet sich auch Japan an, wobei dort die Reisekosten eventuell sogar noch ein Ticken teurer sind.

Mit den günstigen Reisezielen Südostasiens, wo du bereits mit 20€ pro Tag auskommst, kann Südkorea folglich leider nicht mithalten. Denn für eine Übernachtung im Hostel zahlst du hier etwa 15-20€, für ein gutes Essen im Restaurant etwa 5-15€. Geld sparen kannst du beim Streetfood (etwa 1-5€), auch der öffentliche Transport mit der Metro, den Zügen und den Fernbussen (und selbst Taxis) kosten nur wenig Geld und ist vergleichsweise günstiger als in Deutschland.

Zusammenfassend würde ich dir empfehlen, mindestens etwa 30-40€ pro Tag für deine Südkorea Reise einzuplanen.

Internet und Wlan

Südkorea ist wohl in der ganzen Welt für das unglaublich schnelle Internet und Wlan bekannt – wohl sogar das schnellste der Welt! Nach deiner Südkorea Reise wird es dir sicherlich schwerfallen, dich wieder an das digitale Entwicklungsland Deutschland zu gewöhnen. Denn Südkorea ist unglaublich modern, digital und innovativ – das merkst du an jeder Ecke.

Übrigens findest du in jedem Café, in jedem Restaurant und auch an vielen öffentlichen Plätzen kostenloses Wlan, in das du dich einloggen kannst. Alternativ kannst du dir aber natürlich auch eine mobile Sim Karte kaufen, um durchgängig vernetzt zu sein – doch Achtung, eine Sim Karte mit Datenvolumen ist nicht ganz billig. Meine Empfehlung? Wenn du nur für wenige Tage in Südkorea bist (beispielsweise als Städtetrip nach Seoul) brauchst du wohl keine Sim Karte. Wenn du eine richtige Reise durch das Land planst und dabei auch die Großstädte verlässt, lohnt es sich, vernetzt zu sein.

Gebäude und Häuser in Busan Südkorea
Skyline Busan

Tipps für deine Packliste Südkorea

Vor deiner Reise geht es an das Koffer- bzw. Rucksackpacken! Dabei ist es gar nicht so leicht, alles Nötige einzupacken und nichts zu vergessen. Bei einer Südkorea Reise solltest du besonders die Reisezeit im Blick behalten – denn abhängig davon, ob du im Sommer oder im Winter nach Südkorea reist, musst du auch deine Garderobe anpassen. Im Frühling und Sommer gestaltet sich das alles etwas schwieriger, da du sowohl einige kalte Tage als auch warme Tage erwischen kannst. Sei am besten für alle Fälle gerüstet! Und habe noch etwas Patz im Koffer – denn Südkorea eignet sich super zum Shopping.

Hier noch ein wichtiger Reisetipp ganz speziell für Südkorea: Achte darauf, sämtliche Kosmetikprodukte (Sonnencreme, Gesichtscreme) im Voraus von daheim mitzubringen. Denn es ist vor Ort schier unmöglich, Cremes zu finden die KEIN „Weißmacher“ (Whitening)-Wirkstoff inklusive haben. Denn in Südkorea zählt die Blässe als Schönheitsideal – ganz im Gegensatz zu Europe.

Felsen mit Menschen im Nationalpark in Südkorea
Wandern im Bukhansan Nationalpark

Fazit: Lohnt sich eine Südkorea Reise?

Auf jeden Fall! Wie anfangs erwähnt, wird Südkorea zu Unrecht von Touristen oft übergangen und ignoriert. Doch das Land hat so viel zu bieten! Pulsierende Metropolen, eine einzigartige Kultur, traumhafte Nationalparks. Südkorea ist modern, innovativ und einfach unglaublich cool und einzigartig. Gib dem Land eine Chance – du wirst es nicht bereuen!

Sightseeing in Seoul mit Skyline
Skyline von Seoul
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