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San Marino (bei Italien): Sehenswürdigkeiten & Reisetipps!

San Marino Sehenswürdigkeiten Blick durch Fenster auf Turm

Der Zwergenstaat San Marino, umringt von Italien bzw. genauer gesagt von der Emilia-Romagna Region, gilt mit etwa 30,000 Einwohnern auf 60 Quadratkilometern nicht nur als fünftkleinstes Land, sondern auch als ältester Staat der Welt! Und glaub mir, trotz der kleinen Fläche hat San Marino viel zu bieten und der winzige Staat innerhalb Italiens hat mich wirklich überrascht. Übrigens schaffen es jährlich 2 Millionen Touristen hierher – und nun erfährst du, warum auch du einer davon sein solltest! In diesem Artikel möchte ich dir nun einige Tipps und Infos zu einem Kurztrip in das Land geben sowie dir die schönsten San Marino Sehenswürdigkeiten vorstellen, die du nicht verpassen solltest.

Ich vor Turm in San Marino
Grüße aus dem Zwergenstaat!

Hintergrundinformationen: Ist San Marino Teil von Italien?

Starten wir nun mit ein paar Hintergrundinformationen. Da San Marino direkt in Italien liegt könnte man leicht glauben, dass es Teil davon sei. Doch so leicht ist es nicht – denn San Marino ist tatsächlich eine komplett unabhängige Republik. Ebenso, wie beispielsweise auch der Vatikan in Rom oder Monaco in Frankreich als eigene Länder gelten.

Übrigens ist San Marino im Gegensatz zu Italien auch nicht Teil der EU, mit dem Euro wird trotzdem gezahlt (die San Marino Münzen sind unter Sammlern sogar eine echte Besonderheit, da sie so selten sind). Amtssprache ist italienisch und generell ist das Land natürlich eng mit Italien und der EU verbunden. Einen wirklichen Grenzübergang gibt es folglich auch nicht, nur ein Schild an der Straße wird dich darauf aufmerksam machen, dass du gerade eine Grenze überquerst.

San Marino besteht übrigens aus 9 Gemeinden. Als Tourist wirst du wohl den Großteil deiner Zeit in der gleichnamigen Hauptstadt “San Marino”, auf dem Plateau des Monte Titanos mit 756 Metern verbringen. In dem historischen Zentrum bzw. der Altstadt findest du die tollsten Sehenswürdigkeiten San Marinos und es macht wirklich Spaß, durch die engen Gassen der kleinen Stadt zu laufen. Direkt unterhalb des Bergs befindet sich Borgo Maggiore, welches du mit der Gondel erreichst (mehr dazu später). Diese beiden Orte sind übrigens auch Teil des UNESCO-Weltkulturerbes seit 2008. Die anderen, kleineren Gemeinden und Orte San Marinos werden von Touristen eher selten besucht.

Blick von San Marino auf Italiens Landschaft
Blick auf Italien von San Marino

Wie komme ich nach San Marino von Italien?

Die Küstenstadt Rimini ist die perfekte Ausgangslage für eine Reise nach San Marino. Denn in nur 45 Minuten bist du von hier aus schon im Zwergenstaat! Rimini ist auch durch Flüge gut von Deutschland aus erreichbar. Einen eigenen Bahnhof oder sogar Flughafen hat San Marino übrigens nicht.

Von Rimini kommst du am besten mit dem Auto nach San Marino, alternativ kannst du aber auch den Fernbus (Flixbus oder Trenitalia) nehmen. Tickets kosten nur 4,50€ und vor Ort in San Marino brauchst du auch kein Auto, sondern kannst die Gegend gut zu Fuß erkunden.

Aussicht auf Gebäude in San Marino und Italiens Umland
Aussicht auf die Altstadt

Wie lange sollte ich in San Marino bleiben?

Klar, das Land ist nicht groß und die Hauptstadt San Marino hast du ziemlich schnell gesehen. Folglich besuchen die meisten Touristen das Land als Tagesausflug von Rimini oder sogar von Bologna. Und auch wenn dies wohl reicht, die wichtigsten San Marino Sehenswürdigkeiten zu sehen, kann ich dir nur nahelegen, eine Nacht in San Marino zu verbringen.

Denn vor allem tagsüber kann es aufgrund der ganzen Tagesausflügler und Reisegruppen in der Altstadt ziemlich voll werden. Sobald jedoch diese wieder abreisen, erscheint die Stadt menschenleer und du wirst die Straßen ganz für dich alleine haben. Vor allem abends sowie am frühen Morgen ist das die beste Gelegenheit, San Marino ungestört zu erkunden. Zudem sind die Sonnenuntergänge vom Monte Titano wirklich traumhaft! Deshalb empfehle ich dir, eine Nacht in San Marino zu bleiben.

Sonnenuntergang mit Blick auf Italien von San Marino und Glas im Vordergrund
Cheers San Marino!

Hotel Tipps San Marino: Wo übernachte ich am besten?

Wie eben erwähnt lege ich dir nahe, nicht nur einen Tagesausflug nach San Marino zu unternehmen, sondern eine Nacht dort zu verbringen. Im Stadtzentrum gibt es nicht allzu viele Unterkünfte, empfehlen kann ich dir jedoch das Grand Hotel San Marino. Dieses hat eine tolle Lage und du erreichst die Sehenswürdigkeiten und Attraktionen der Stadt praktisch zu Fuß. Mehr zum Hotel findest du hier!

Hotel Lobby
Das Grand Hotel San Marino

Restaurant Tipps San Marino: Wo kann ich gut essen gehen?

Wie auch in Italien kannst du in San Marino an jeder Ecke lecker essen gehen. Ich persönlich habe zwei Restaurants ausprobiert, die ich beide weiterempfehlen kann. Sehr einladend ist das „La Terrazza“ – wie der Name schon sagt hast du hier von der Terrasse tolle Ausblicke auf das Zentrum San Marinos. Nicht verpassen solltest du zudem das Ristorante Righi, direkt am Piazza della Liberta. Diest ist das einzige Michelin Stern ausgezeichnete Restaurant in San Marino!

Essen auf Teller in Restaurant
Abendessen in San Marino

Wann ist die beste Reisezeit für San Marino?

Generell ähnelt das Wetter in San Marino bzw. in Italiens Norden dem deutschen Klima, auch wenn es natürlich nicht ganz so kalt und regnerisch wird. Die Sommermonate gelten als Hauptreisezeit für San Marino – da ist am meisten los und es kann im Sommer auch wirklich heiß werden, was beim Sightseeing etwas anstrengend werden kann. Im Winter kann es jedoch auch öfters mal etwas kühler und regnerischer werden. Folglich sind die Übergangszeiten, also Frühling und Herbst, wohl die besten Reisezeiten für San Marino. Während meines Besuchs Ende September war es tagsüber schön warm, abends hat man eine dünne Jacke gebraucht. Auch war wohl deutlich weniger los als zur Hauptreisezeit.

Selfie mit vier Personen vor Turm in San Marino
Die Türme in San Marino

Die besten San Marino Sehenswürdigkeiten

Nun möchte ich dir die schönsten Orte, Highlights und Attraktionen in San Marino vorstellen! Du siehst – der Staat hat einiges zu bieten!

Palazzo Publico

Dies ist der zentrale Platz in San Marinos Altstadt, direkt am Rathaus bzw. Regierungssitz des Landes. Wusstest du übrigens, dass jede 6 Monate das Staatsoberhaupt von San Marino neu gewählt wird? Damit soll möglichst vielen Menschen die Chance gegeben werden, in San Marino mit zu regieren. Am ersten Oktober bzw. am ersten April kannst du hier sogar den Regierungswechsel miterleben. Täglich kannst du außerdem den Wachwechsel beobachten. Zudem hast du vom Palazzo Publico auch eine traumhafte Aussicht auf die italienische Landschaft.

Blick auf Palazzo Publico und Regierungssitz
Palazzo Publico, San Marino

Basilika San Marino

Dies ist wohl die größte und bedeutendste Kathedrale San Marinos, die dem Heiligen Marinus geweiht ist. Dieser war übrigens Gründer des Staates San Marino und die Basilika beherbergt heute noch seine Reliquien. Die Basilika ist sogar auf der 10ct Euro-Münze des Landes abgebildet!

Übrigens gebe ich dir den Tipp, direkt vor der Basilika die Treppen nach oben zu gehen. Hier kommst du zu einem tollen Aussichtspunkt über San Marino.

Blick auf Basilika von San Marino
San Marino Sehenswürdigkeiten: Die Basilica

Die Drei Türme (Rocca Guaita, Rocca della Fratte bzw. Cesta und Rocca Montale)

Dies ist wohl die berühmteste der San Marino Sehenswürdigkeiten! Die drei Türme erstrecken sich über die Gipfel des Monte Titano, direkt hinter der Altstadt von San Marino (und deshalb gut zu Fuß erkundbar). Von dort hast du traumhafte Aussichten auf die ehemalige Festung sowie auf die Landschaft Italiens. Von hier siehst du bis zur Adria und Rimini, an klaren Tagen erkennst du sogar die Küste Kroatiens im Hintergrund. Doch Vorsicht – hinter der Mauer geht es steil hinab!

Ich gebe dir den Reisetipp, hier am Spätnachmittag spazieren zu gehen und die Strecke zwischen den Türmen abzulaufen. Denn dabei bekommst du wirklich spektakuläre Ausblicke auf San Marino. Wenn du Glück hast, färbt sich zum Sonnenuntergang auch der Himmel tiefrot und lila.

Ich konnte gar nicht genug Fotos von den tollen Aussichten und den stolzen Türmen machen! Die Türme kannst du übrigens auch von innen besuchen, ich habe den ersten Turm (Rocca Guaita) besichtigt. Besonders toll dabei war der Blick vom obersten Geschoss des Turms auf die restliche Befestigungsanlage, zudem findest du hier ein Waffenmuseum. Im zweiten Turm (Rocca della Fratte, auch Cesta genannt) gibt es ein Museum über den Staatsgründer von San Marino zu besichtigen. Den dritten Turm (Rocca Montale) ist für Touristen aktuell nicht von innen betretbar.

Der Eintritt zu den beiden Türmen kostet jeweils 3€, im Sommer haben die Türme von 8:00 – 20:00 Uhr geöffnet, in den restlichen Monaten von 9:00 – 17:00 Uhr.

Blick auf Monte Tibano
Monte Titano, San Marino (Blick vom ersten Turm)
Blick auf den Turm auf dem Berg und Italien im Hintergrund
Der zweite Turm

Der Hexenpfad (zwischen Turm 1 und 2)

Besonders sehenswert ist der Abschnitt zwischen den ersten beiden Türmen. Dieser Teil gilt als Hexenpfad, da hier in der Vergangenheit vermeintliche Hexen einfach die Klippen heruntergestoßen wurden! Auch wenn du es ihnen nicht gleichtun solltest, kannst du zumindest die tollen Aussichten genießen. Eine weitere Legende besagt zudem, dass auf diesem Pfad sich die Hexen zudem für magische Rituale getroffen hätten – da hier der Wind durchpfeift wurden auch Stimmen gehört, die gar nicht da waren.

Am Hexenpfad zwischen den Türmen mit Steinbogen
Auf dem Hexenpfad

Bummle durch San Marinos Altstadt

Das Zentrum von San Marino (Città di San Marino) ist voller enger Gassen und Straßen, die sich über das Plateu erstrecken. Hier hast du coole Aussichten an jeder Ecke und nachdem du die wichtigsten Sehenswürdigkeiten besucht hast, solltest du dir auch die Zeit nehmen und dich etwas durch die Gassen treiben zu lassen.

Blick auf Italien und Turm
San Marinos Altstadt
Gassen und Straßen in San Marinos Altstadt bei Italien
Straßen von San Marino

Besichtige die Museen in San Marino

Lust auf Kultur und Geschichte? Dann kommst du in San Marino auf deine Kosten, denn das Land bietet einige interessante Museen. So ist beispielsweise das „Curiosity Museum“ ziemlich einzigartig und das Foltermuseum nichts für schwache Nerven. Mehr über die Republik lernst du zudem im Nationalmuseum von San Marino.

Eingang zu Museum in San Marino
Eines der vielen Museen des Landes

Shopping in San Marino

Für viele Besucher gilt San Marino außerdem als echtes Shopping-Paradies (aufgrund niedriger Steuern!) und die Straßen der Altstadt sind voller Souvenirläden, sowie auch Schmuck- und Modegeschäften. Besonders skurril: Dazwischen findest du eine große Anzahl an Waffenläden, wo du Softairs, Bögen, Dolche und sogar Samurai Schwerter kaufen kannst – und das direkt in San Marinos Zentrum! Warum dies so ist, wurde mir bis zum Ende meiner Reise nicht so wirklich klar – gesetzlich ist es aber wohl okay. Ich habe mich am Ende dann doch gegen das Samurai Schwert und für den Kühlschrankmagneten als Souvenir entschieden. Bezahlen kannst du wie bereits erwähnt praktisch mit dem Euro.

Kabelbahn (Funicular) nach Borgo Maggiore

Du möchtest auch die Ortschaft am Fuß des Monte Titanos erkunden? Dann kannst du mit der Kabelbahn in der Gondel nach unten fahren. Dies kostet dich nur 2,80€ (Hin- und Rück: 4,50€). Am Donnerstagvormittag findet übrigens wöchentlich ein traditioneller Markt in Borgo Maggiore statt, dessen Besuch sich lohnt. Auch die stillgelegten Eisenbahntunnel kannst du am Fuß des Berges besichtigen. Und wenn du dann noch Energie hast, kannst du über den Percorso della Rupe Pfad auch statt mit der Kabelbahn zu fahren nach San Marino die steilen Treppen hochklettern.

San Marino Sehenswürdigkeiten - das Funicular den Berg hinunter
Funicular in San Marino

Hole dir den San Marino Reisepass Stempel

Im Tourismusbüro direkt an der Kabelbahn Station kannst du dir ein ganz besonderes Souvenir holen – den offiziellen Stempel von San Marino in den Reisepass inklusive Briefmarke! Da generell in Europa und auch in vielen anderen Ländern der Welt mittlerweile die Pässe gar nicht mehr gestempelt werden, ist dies eine coole Erinnerung. Dafür musst du allerdings 5€ vor Ort zahlen.

Reisepass mit Stempel vor Berg und Turm
Der San Marino Stempel im Reisepass

Sonnenuntergang in San Marino

Wer San Marino noch bei Tag verlässt ist selber Schuld! Denn eines der großen Highlights des Landes sind die spektakulären Sonnenuntergänge! Hier färbt sich der Himmel bunt und am besten genießt du das Naturschauspiel bei einem kühlen Glas Aperol Spritz.

Sonnenuntergang am Platz
Sonnenuntergang

Terra di San Marino

Hier habe ich noch einen echten Geheimtipp für euch! Dieses alte Bauernhaus in den Hügel von San Marino gilt als Kochschule, Museum und Lebensmittelladen in einem! Ich hatte hier die Möglichkeit, bei einem Kurs zu lernen wie man „La Piadina“ herstellt, das traditionelle dünne Fladenbrot der Emilia-Romagna Region Italiens. Nachdem wir den Teig zubereitet haben, wurde das Brot vor unseren Augen gebacken und danach natürlich verzehrt. Normalerweise kommen auch viele Schulklassen zum Backen hierher, doch auch mir hat es großen Spaß gemacht. Zudem kannst du in dem Bauernhaus auch lokale Produkte, wie Wein, Käse und Olivenöl, kaufen – das perfekte Souvenir für daheim! Zu Fuß kommst du zum Terra di San Marino aufgrund der Lage in den Hügel leider nicht, sondern musst mit dem Auto dorthin fahren. Mehr Infos findest du hier.

Bauernhaus in San Marino mit Aussicht
Das Terra di San Marino

Mein Fazit zu San Marino

Wie du hoffentlich gesehen hast, hat San Marino trotz der geringen Größe viel zu bieten und zumindest einen Tagesausflug solltest du auf deiner Italien-Reise nach San Marino einplanen – und am besten bleibst du sogar länger! Mir persönlich hat das Land super gefallen und ich freue mich schon auf meinen nächsten Besuch.

Blumen im Vordergrund, Sonnenuntergang am Himmel und Turm dahinter
Sonnenuntergang in San Marino

Hinweis: Meine Reise nach Rimini entstand in Zusammenarbeit mit iambassador, Visit San Marino und inEmiliaRomagna im Rahmen der STSRavenna Konferenz. Wie immer schreibe ich jedoch unbeeinflusst und berichte von meiner eigenen Meinung.

 

 
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