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Kamakura Japan: 10 Sehenswürdigkeiten + Infos für einen Tagesausflug!

Daibutsu großer Buddha von Kamakura Japan

Die Stadt Kamakura, direkt an der Küste und nur etwa 50 Kilometer von Tokio entfernt, bietet sich als praktischer Tagesausflug auf deiner Japan Reise an. Kamakura war einst die Hauptstadt Japans und beherbergt folglich neben schönen Stränden auch unzählige historische und spirituelle Bauwerke, allen voran den großen Buddha Daibutsu. Hier möchte ich dir nun alle Tipps und Infos für einen Tagesausflug von Tokio nach Kamakura Japan geben, sowie dir die besten Kamakura Sehenswürdigkeiten, Attraktionen und Tempel vorstellen!

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Rotes Torii Tor mit Person davor an Straße
Torii Tore in Kamakura

Hintergründe und Info zu Kamakura Japan

Die Küstenstadt Kamakura in der japanischen Präfektur Kanagawa, südwestlich von Tokio, mag mittlerweile etwas verschlafen wirken und im Schatten der Metropolen von Tokio sowie Yokohama stehen. Doch dies war nicht immer so! Denn im 12. Jahrhundert war Kamakura, neben Kyoto, ein wichtiges politisches Zentrum. Diese Zeit gilt auch als die „Kamakura-Periode“. Von 1185 bis 1333 war Kamakura schließlich sogar der damalige Regierungssitz von Japan! Danach wurde dieser für einige Zeit in die alte Kaiserstadt Kyoto verlegt. Mittlerweile leben 170,000 Menschen hier – womit Kamakura in Japan heutzutage wohl als Kleinstadt gilt.

Strand als Sehenswürdigkeit in Kamakura
Küstenstadt Kamakura

Tagesausflug von Tokio: Wie komme ich nach Kamakura Japan?

Da Kamakura so praktisch in der Nähe von Tokio gelegen ist, eignet sich die Hauptstadt natürlich super als Ausgangspunkt für einen Abstecher nach Kamakura. Mit dem Zug kommst du unkompliziert mit der Direktverbidung von Tokio zum Bahnhof in Kamakura, die Fahrt dauert etwa eine Stunde. Damit eignet sich Kamakura bestens als Tagesausflug und kann bei genügend Zeit auch noch mit Yokohama verbunden werden.

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Besitzt du den JR Pass, ist der Preis inklusive und du kannst sozusagen kostenlos von Tokio nach Kamakura fahren. Falls du ein Ticket kaufen musst, kostet dich das 920 Yen (pro Fahrt). Für die Fahrt hast du zwei Linien zur Auswahl – die Shonan-Shinjuku Linie sowie die Yokosuka Linie, abhängig von deinem Wohnort in Tokio musst du entscheiden, welche Verbindung praktischer ist.

Übrigens kannst du auch den Enoshima-Kamakura Free Pass der Odakyu Railways kaufen, mit der du in etwa 90 Minuten von Shinjuku Tokio nach Kamakura fährst. Dies dauert etwas länger, der Pass kostet allerdings für Hin- und Rückfahrt zusammen nur etwa 1520 Yen, womit du etwas Geld sparst. Mehr Infos zum Enoshima-Kamakura Pass findest du hier.

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Aussicht auf Kamakura vom Schrein
Blick vom Tsurugaoka Hachiman-gu Schrein

Kamakura Sehenswürdigkeiten: Attraktionen und schöne Orte in Kamakura

Nachdem du nun gelesen hast, wie du nach Kamakura kommst, möchte ich dir jetzt natürlich auch die besten Kamakura Sehenswürdigkeiten vorstellen. Diese Attraktionen und Wahrzeichen kannst du innerhalb eines Tages gut besichtigen – natürlich gibt es aber auch noch viele weitere kleinere Tempel und Schreine in der Gegend, so dass dir sicherlich nicht so schnell langweilig wird.

Der große Kamakura Buddha Daibutsu (Kotoku-in Tempel)

Starten wir gleich mit DER berühmten Sehenswürdigkeit in Kamakura – dem großen Buddha Daibutsu, beheimatet im Kotokuin Tempel. Dieser gilt übrigens als zweitgrößter Bronze-Buddha Japans (der größte steht in Nara) und ist allein wegen seiner Höhe von 13 Metern schon beeindruckend. Der große Buddha entstand bereits im 13. Jahrhundert, als die bisherige Holzfigur zu der Zeit durch Bronze ersetzt wurde. Ursprünglich stand der Daibutsu innerhalb eines Holz-Schreins, nach mehreren Zerstörungen der Tempelanlage (u.a. durch einen Tsunami) wurde schließlich die heutige Statue ohne Schrein darüber gebaut, stattdessen befindet sich der große Buddha von Kamakura in der Kotoku-in Tempelanlage. Auch heute noch ist der Daibutsu ein bekannter Pilgerort für Buddhisten aus aller Welt.

Übrigens kannst du für 20 Yen das Innere des großen Kamakura Buddhas besichtigen (viel zu sehen gibt es darin allerdings nicht). Der Daibutsu ist wohl die bekannteste Kamakura Sehenswürdigkeit, weshalb es hier auch etwas voll werden kann.

  • Eintrittspreis: 200 Yen (für den Kotoku-in Tempel), 20 Yen extra für das Innere des Buddhas
  • Öffnungszeiten: 8:00 bis 17:30 Uhr (bis 17:00 Uhr von Oktober bis März), das Innere schließt bereits um 16:30 Uhr
Personen vor dem großen Buddha Kamakura
Daibutsu Buddha in Kamakura

Tsurugaoka Hachiman-gu Schrein

Dies ist der wichtigste und bedeutendste Schrein von Kamakura, welcher bereits im Jahre 1063 von Minamoto Yoriyoshi erbaut wurde – dem ersten Shogun und Gründer der Regierung von Kamakura. Die Schrein-Anlage besteht u.a. aus unzähligen Torii Toren, der Haupthalle Hongu und einem Schrein-Museum. Der riesige, über 1000 Jahre alte Ginkgo Baum auf der Schrein-Anlage wurde leider in 2010 während eines Sturms zerstört. Ein Besuch des Tsurugaoka Hachimangu Schreins zählt allerdings zum Pflichtprogramm in Kamakura Japan.

  • Eintrittspreis: Kostenlos, aber 200 Yen für das Schrein-Museum
  • Öffnungszeiten: 5:00 bis 21:00 Uhr (bzw. ab 6:00 Uhr von Oktober bis März)
Tsurugaoka Hachiman-gu Schrein als eine der Kamakura Sehenswürdigkeiten
Tsurugaoka Hachiman-gu Schrein in Kamakura Japan

Hase-dera Tempel (Kannon Tempel)

Der Hasedera ist ein weiterer berühmter Tempel der Stadt Kamakura, der aus der Kamakura-Periode (1192-1333) stammt. Teil der Anlage ist die riesige, hölzerne Figur von Kannon – die buddhistische „Göttin der Knade“ bzw. des Mitgefühls (diese ist über 9 Meter groß!). Der Hasedera Tempel liegt an einem Berghang mit toller Aussicht von der oberen Ebene, zur Anlage gehört übrigens auch noch das Kannon Museum sowie eine Gartenanlage mit Teichen.

  • Eintrittspreis: 400 Yen (bzw. 300 Yen extra für das Kannon Museum)
  • Öffnungszeiten: 8:00 bis 17:30 (bis 17:00 von Oktober bis Februar)

Kamakura Sehenswürdigkeiten: Hokoku-ji Tempel

Diese kleine Zen Tempelanlage in Kamakura Japan ist besonders aufgrund des Bambuswaldes bekannt, welcher zum Tempel gehört. Dort befindet sich auch ein Teenahus, wo du für einen kleinen Aufpreis traditionellen Matcha Tee bekommst. Falls du beispielsweise keine Zeit für den Bambuswald in Kyoto hast, bietet der Hokokuji Tempel eine gute Alternative.

  • Eintrittspreis: 300 Yen
  • Öffnungszeiten: 9:00 bis 16:00 Uhr
Zwei Personen vor Hokoku-ji Tempel
Mit meinem japanischen Freund am Hokoku-ji Tempel

Wanderwege (Daibutsu Hiking Trail) in Kamakura Japan

Mit Kamakuras schöner Lage in der Natur gibt es verschiedene Wanderwege durch die Hügel, der Daibutsu Hiking Trail gilt wohl als berühmtester. Dieser Wanderweg dauert etwa 1,5 Stunden und führt an schönen Sehenswürdigkeit in Kamakura vorbei, wie beispielsweise dem Daibutsu, dem Jochi-ji Tempel und dem Tokei-ji Tempel. Beachte übrigens, dass nach dem Taifun im Oktober 2019 die Wanderwege bis auf weiteres geschlossen wurden und wohl im Laufe von 2020 wieder öffnen werden.

Drei Personen im Bambuswald
Bambuswald am Hokoku-ji Tempel

Strände am Meer von Kamakura

Mit Kamakuras Lage direkt an der Küste findest du natürlich auch einige Strände vor Ort, an denen du im Sommer sogar baden kannst. Eine coole Abwechslung vom Tempel-Sightseeing und den japanischen Großstädten! Die Strände sind leicht zu Fuß erreichbar, der berühmteste ist wohl der Yuigahama Strand.

Person am Sandstrand in Kamakura Japan
Am Strand von Kamakura

Engaku-ji Tempel 

Der Engakuji Tempel liegt praktisch direkt hinter dem Kamakura Bahnhof und ist ein weiterer berühmter Zen Tempel. Besonders beliebt ist dieser für die Herbstfarben des Laubs, welches Anfang Dezember besonders schön aussieht. Die ganze Anlage besteht aus 18 verschiedenen Tempel-Gebäuden.

  • Eintrittspreis: 300 Yen
  • Öffnungszeiten: 8:00 bis 16:30 Uhr (bis 16:00 Uhr von Dezember bis Februar)

Kenchō-ji Tempel

Du hast immer noch nicht genug von Tempeln? Dann könntest du den Kenchoji Tempel besichtigen, welcher als älteste Zen Training-Monastery Japans gilt, was ihn zum bedeutendsten Zen Tempel Kamakuras macht.

  •  Eintrittspreis: 500 Yen
  • Öffnungszeiten: 8:30 bis 16:30 Uhr

Komachi Street Kamakura

Dies ist die große Touristen-Straße durch Kamakura, an der sich die Souvenir-Läden, Restaurants und Imbisse aneinanderreihen. Kein Bummel durch Kamakura führt wohl an der Komachi Straße vorbei und falls du ein paar japanische Speisen probieren möchtest oder noch Souvenirs einkaufen willst, wirst du hier sicherlich fündig werden.

Ausflug zur Enoshima Insel

Die etwa 2 Kilometer lange Halbinsel Enoshima ist mit einer Brücke zum Festland verbunden und lohnt sich für einen Abstecher, da sie leicht und schnell mit dem Zug von Kamakura (beispielsweise mit der Enoshima oder Enoden Line) erreichbar ist. Auf der Enoshima Insel befinden sich mehrere Schrein-Anlagen (u.a. der Enoshima Schrein), Gärten, Höhlen und eine Aussichtsplattform – bei gutem Wetter siehst du von hier sogar den Fuji Berg. Zudem bietet die Insel natürlich auch schöne Sandstrände, die sich sogar zum Surfen eignen.

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Strand und Meer mit Japan Schriftzug
Am Strand

Transport und öffentliche Verkehrsmittel: Wie komme ich in Kamakura voran?

Gute Nachrichten! Das Zentrum von Kamakura, wo du auch die wichtigsten Sehenswürdigkeiten findest, ist überschaubar und sogar zu Fuß gut erkundbar. Falls du aber etwas schneller unterwegs sein möchtest, kannst du dir direkt am Bahnhof ein Fahrrad ausleihen. Dies sollte nicht mehr als 15€ pro Tag kosten. Damit bist du flexibel und kannst die Gegend erkunden.

Eine andere Möglichkeit ist die Enoden Linie, ein lokaler Zug der dich durch Kamakura und beispielsweise auch zur Enoshima Insel bringt. Für 180 Yen kannst du beispielsweise mit dieser Bimmbelbahn vom Kamakura Bahnhof zur Hase Station in nur 5 Minuten fahren (zu Fuß würde dieser Weg etwa 25 Minuten dauern).

Was ist die beste Reisezeit für Kamakura Japan?

Wie generell in Japan sind der Frühling und der Herbst tolle Jahreszeiten, da du in diesen Monaten die schönen Kirschblüten bzw. das gefärbte Laub an den Tempel- und Schrein-Anlagen bewundern kannst. Falls du im Sommer nach Kamakura kommst ist es zwar für das Sightseeing etwas heiß, doch du hast die Chance, im Meer baden zu gehen. Bedenke allerdings, dass es im Sommer auch öfters mal regnen kann. Die schlechteste Reisezeit für Kamakura Japan ist wohl der Winter, wo es ziemlich kalt werden kann – dann hast du aber auch die wenigsten anderen Touristen, was angenehm sein kann. Ein Sprung ins Meer fällt dann allerdings offensichtlich leider aus.

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Tsurugaoka Hachiman-gu Schrein Treppen
Tsurugaoka Hachiman-gu Schrein

Fazit: Lohnt sich ein Ausflug nach Kamakura Japan?

Mir persönlich hat mein Tagesausflug nach Kamakura sehr gut gefallen. Klar, in Tokio gibt es unglaublich viel zu tun und zu sehen. Doch wenn du noch einen Tag frei hast, bietet die Küstenstadt mit den Stränden und religiösen Wahrzeichen einen tollen Kontrast zur Metropole Tokio. Vor allem, da du auch wirklich leicht, schnell und günstig von Tokio nach Kamakura kommst, bietet sich ein Ausflug super an.

Falls du noch mehr Zeit hast, kannst du übrigens Kamakura auch praktisch mit einem Stopp in Yokohama verbinden – die Stadt liegt direkt auf dem Weg. Für mehr Tagesausflüge von Tokio solltest du dir meine Artikel zum heiligen Fuji Vulkan sowie zum spirituellen Zentrum in Nikko durchlesen.

Drei Personen vor Torii Tor
Mit meinen japanischen Freunden in Kamakura
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