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Sofia Bulgarien: Wichtige Reisetipps & 9 Sehenswürdigkeiten!

Sehenswerte Alexander Newski Kathedrale in Sofia

Die bulgarische Hauptstadt Sofia hat es wirklich in sich und ist daher in jedem Fall einen Besuch wert. Der unvergleichliche, osteuropäische Charme der Millionenstadt des kleinen EU-Staates entsteht sicherlich durch einen gewissen Kontrast. Da gibt es auf der einen Seite alte, zerfallene Gebäuden, chaotische Stromleitungen sowie Schlaglöcher, auf der anderen Seite moderne Neubauten. In diesem Reiseführer stelle ich dir die wichtigsten Sofia Sehenswürdigkeiten und werde dir zudem wichtige Reisetipps und Infos geben, damit du bestens auf deine Zeit in Sofia Bulgarien vorbereitet bist!

Allgemeines & Hintergründe zu Sofia (Bulgarien)

Sofia blickt auf eine sehr lange Geschichte zurück, die bis in die Antike und sogar davor zurück reicht. Die Metropole wurde daher von unterschiedlichen Epochen geprägt. Die spannende Atmosphäre der in 24 Bezirke unterteilten Hauptstadt wird bestärkt durch den steten Wandel vom Sozialismus zur Neuzeit.

Diesen Umstand merkt man recht schnell, wenn man von den Außenbezirken von Sofia aus ins Zentrum fährt. Alte und graue Plattenbauten werden zunehmend durch renovierte und bunte Häuser abgelöst. Als Zahlungsmittel nutzt man die bulgarische Landeswährung Lew, den Euro gibt es (noch) nicht.

Außerdem solltest du wissen, dass 17,5 % der bulgarischen Bevölkerung in Sofia ansässig sind. In den letzten einhundert Jahren sind extrem viele Menschen dazu gezogen. Dadurch entwickelte sich aus den anfangs 20.000 Einwohnern innerhalb dieser kurzen Zeit ein Ballungszentrum von 1.200.000 Menschen. Die sehr freundlichen Einwohner sprechen meistens in ihrer Landessprache bulgarisch. Viele Bulgarier sind jedoch auch der englische Sprache mächtig, sodass du dort problemlos neue Leute kennenlernen kannst. Die bulgarische Botschaft Deutschlands befindet sich in Berlin.

In der Stadt im Herzen Bulgariens treffen alle drei Weltreligionen aufeinander. Schau dir dazu einfach mal das „Toleranz-Dreieck“ an. Dies ist ein Platz in Sofia, wo eine Synagoge, eine Moschee sowie eine Kirche dicht beieinander stehen. Zu diesem Dreieck wird oft eine Kathedrale namens „Sweta Nedelja“ mit dazugezählt. Deswegen wird der öffentliche Platz manchmal „Quadrat der Toleranz“ genannt.

Eine Reise in das administrative Zentrum Bulgariens lohnt sich schon deshalb, da Sofia auch eine Vielzahl an Grünflächen beherbergt. Du wirst dort definitiv eine Menge Parks finden. Ein weiterer großer Vorteil für dich ist, dass die Hauptstadt mit sehr billigen Preisen aufwartet. Ein Zimmer bekommst du schon ab 10 Euro pro Nacht.

Auch verhungern wirst du nirgends, denn viele tolle Cafés und Restaurants erwarten dich in Sofia. Einen zusätzlichen Reiz erhält man durch Street Art und Graffiti an einigen Gebäuden. Aber auch einige Kuriositäten machen Sofia zu einer sehr interessanten Stadt. Dazu gehört zum Beispiel eine Ampel, welche durch Menschenhand geregelt wird!

Du siehst, man muss die bulgarische Hauptstadt Sofia wirklich selbst erleben. Es ist einfach eine faszinierende Stadt mit vielen Gesichtern und du solltest genügend Zeit für deinen Städtetrip einplanen!

Wichtige Reisetipps: Was sollte in Sofia beachtet werden?

Beachte, dass die bulgarischen Gesten etwas anders sind als in Deutschland. So solltest du deinem Gegenüber nicht mit einem Kopfnicken antworten. Denn ein Nicken bedeutet „Nein“ und ein Kopfschütteln „Ja“!

Falls du durstig bist, musst du nicht unbedingt auf Wasserflaschen aus einem Geschäft zurückgreifen. Denn überall auf den Straßen und Plätzen findest du Brunnen, die von unterirdischen Thermalquellen gespeist werden. Dieses Wasser kannst du problemlos trinken! Auch die Bulgaren füllen sich oft was aus diesen Mineralquellen ab. Denn die Brunnen sind für alle Bürger und Besucher zugänglich und mit einer heilenden Wirkung gesegnet. Verzichte jedoch darauf, Wasser aus der Leitung zu trinken.

Denke zudem an einen ausreichenden Krankenversicherungsschutz sowie einen Netzadapter. Denn die Steckdosen geben 220 Volt Wechselspannung her. Eine ausreichende Internetversorgung ist in Sofia gegeben. Viele Hotels besitzen einen Internetanschluss und auch Internetcafés sind vorhanden. Neben den genannten Hotels ist WLAN in Restaurants, Tankstellen und Cafés vorzufinden.

So ist auch das Arbeiten während deiner Reise mit dem Laptop problemlos möglich. Telefonate sind innerhalb der Stadt sehr günstig, teilweise kostenlos. Jedoch sind Anrufe ins ausländische Netz mit wesentlich höheren Kosten verbunden. Zusätzliche Kosten verursacht die Mailbox. Um zu sparen empfiehlt es sich, die Mailbox abzuschalten.

Blick auf den Vitosha Berg in Sofia
Der Berg Vitosha

Sofia Sehenswürdigkeiten: Diese Highlights solltest du unbedingt gesehen haben

Nun möchte ich dir noch die besten Attraktionen und Sehenswürdigkeiten Sofias etwas näher vorstellen.

Die Alexander-Newski-Kathedrale

Der Sitz des bulgarischen Regierungsoberhauptes steht auf Platz 2 der größten Bischofskirchen Osteuropas. Errichtet wurde die Kathedrale als Andenken an Zar Alxander II Ende des 19. Jahrhunderts bzw. Anfang des 20. Jahrhunderts. Die Baumaterialien des christlichen Gotteshauses wurden aus vielen verschiedenen Ländern eingeflogen. Auch die beteiligten Architekten waren in den meisten Fällen nicht aus Bulgarien.

Blick auf Alexander Newski Kathedrale von oben mit dunklen Wolken
Alexander Newski Kathedrale, Sofia Bulgarien

Der Boulevard Tsar Osvoboditel

Die beeindruckende Straße erstrahlt zum Teil in goldenen Farben. Du findest hier verschiedene kulturelle Einrichtungen wie das archäologische Institut, eine Kunstgalerie sowie ein Museum.  

Blick auf den Boulevard Tsar Osvoboditel
Tsar-Osvoboditel Boulevard Sofia

Das Sweti Georgi Rotunda

Dieses aus dem 4.Jahrhundert stammende Gotteshaus ist im byzantinischen Stil von den Römern erbaut worden. Damit ist sie nicht nur älteste Kirche, sondern zudem ältestes Bauwerk der bulgarischen Metropole. Die Sweti Georgi Rotunda steht im Serdica (dem historischen Zentrum der bulgarischen Hauptstadt) und bedeutet in deutscher Sprache „Rotunde des heiligen Berges“.  

Sie wurde aus rotem Backstein gefertigt und mit mehreren Kuppeln versehen. Zudem steht sie auf einem quadratförmigen Fundament. Eines der nobelsten Hotels in Sofia, das Sheraton Hotel, steht in dessen Nähe. Aber auch das Haus des Präsidenten findet sich daneben. Zwischen diesen beiden Objekten steht das Sweti Georgi Rotunda in einem Innenhof.

Ein Teil der umliegenden Gebäude ist in der Antike entstanden, wie ein Brunnen und verschiedene Überreste. Das Besondere der Rotunde des heiligen Berges sind die Fresken im Inneren des Gebäudes, welche zwischen dem 4. und dem 14. Jahrhundert errichtet wurden. In der prachtvollen Kuppel findet man eine weitere Wandmalerei, welche ganze 2 Meter von oben nach unten misst.

Im letzten Jahrhundert wurden die Gemälde restauriert, welche bereits fünfmal überschichtet sind. Die Fresken zeigen verschiedene Figuren des Christentums, wie zum Beispiel Jesus Christi oder Mariä Himmelfahrt. Die meisten Straßen von Sofia liegen etwas höher als der Kirchenplatz. Genutzt wird das byzantinische Bauwerk für Taufen, Ausübung des Christentums sowie als repräsentatives Denkmal. Die stattfindenden Messen werden mit byzantinischer Musik unterlegt.

Das Nationale Archäologische Museum

Bulgariens bisher am längsten erhaltenes Museum (Gründungsjahr 1892) bewahrt einige interessante Schätze auf, die vom Paläolithikum (Altsteinzeit) bis hin zum Mittelalter reichen. Darunter zählen der Goldschatz von Valchitran, urzeitliche Waffen, Erzeugnisse aus Ton, Keramik, Mosaiks, römische Skulpturen, sowie Werkzeuge aus Thrakien.

Davor findest du Wasserfontänen, die in der Nacht von farbigen Lichtern angestrahlt werden. Das Museum gibt einen schönen Einblick in die bulgarische Geschichte. Es befindet sich im Inneren einer vor 700 Jahren erbauten Moschee, der Büyük-Moschee. Auf dem Dach des großen Gebäudes befinden sich neun Kuppeln. Du wirst dort eine Menge zu sehen bekommen, denn du hast die Auswahl zwischen 4 Dauerausstellungen.

Dazu gehören auch der Haupt- und der Mittelaltersaal. Du findest es auf dem zentral gelegenen Atanas-Burow-Platz, nicht weit von Serdika entfernt. Gegen einen bestimmten Eintrittspreis kannst du es jeden Tag, außer am Montag besuchen. Für englischsprachige Führungen musst du einen Extra-Preis zahlen. Mehr Infos zum Museum findest du hier.

Die St. Sofia Kirche

Auch dieses christliche Bauwerk stammt aus dem 4. Jahrhundert. Als Erbauer dieser sehr alten Kirche, die auch auf den Namen „Serdika“ getauft ist, wird Kaiser Yustinian genannt. Zur Jahrtausendwende zwischen dem 20. und 21.Jahrhundert wurde sie restauriert.

St. Sofia Kirche Bulgarien
Die sehenswerte St. Sofia Kirche

Sofia Sehenswürdigkeiten: Die russische Kirche

Dieses Wunderwerk russischer Architektur wird im bulgarischen Original als „Sveti Nikolai Chudotworec“ bezeichnet. Die unter der Obhut der UNESCO stehende Kirche hatte im 17. Jahrhundert ihr Geburtsdatum und ist als „Denkmal der Architektur“ eingestuft worden. Zudem liegt hier der Erzbischof Serafim Sobolev begraben.

Er hat im orthodoxen Christentum eine gewisse Bekanntheit erlangt, da er einige Wunder vollbracht sowie Wünsche erfüllt haben soll. Daher ist er ein absoluter Touristenmagnet. Die Besucherzahlen des Grabs belaufen sich jährlich auf einige Tausend.

Sehenswerte russische Kirche in Sofia Bulgarien
Die Russische Kirche

Das Nationaltheater Ivan Vasov

Das seit 1904 bestehende Schauspieltheater hat ein groß aufgestelltes Programm aus Opern, Tanzveranstaltungen und Dramen. Der Namenspatriot Iwan Wasow war ein bulgarischer Schriftsteller. Aber auch in der Politik war er tätig. Das bulgarische Volksheater befindet sich in der Nähe der russischen Kirche sowie des Stadtgartens und gehört zu den schönsten Bauwerken Sofias.  

Das Nationaltheater in Sofia Bulgarien
Ivan Vasov Nationaltheater

Die Philharmonie von Sofia

Für Opernfans ein absolutes Muss und zu recht ein musikalisches Zentrum der Hauptstadt. Der Name der Philharmonie wurde von dem bulgarischen Opernsänger Boris Christow abgeleitet. Durch Interpretation namhafter Sänger wie Verdi und Mussorgski erlangte er internationale Bekanntheit.

Philharmonie von Sofia von innen
Die Philharmonie

Die Banja-Baschi-Moschee („viele Bäder“)

Mitte des 16. Jahrhunderts errichtet gehört sie zu den ältesten islamischen Gotteshäusern des europäischen Kontinents. Das Baujahr wird mit 1576 beziffert. Erst seit 1989 ist sie wieder geöffnet. Zu Beginn stand neben der Moschee ein Badehaus.

Banja Baschi Moschee als Sehenswürdigkeit in Sofia
Banja Baschi Moschee in Sofia

Geld und Währung in Sofia

In Bulgarien wird mit der Währung Lew bzw. Leva (BGN) bezahlt. Aktuell (Stand Oktober 2019) ist ein Euro etwa 0,50 Lew, was das Rechnen für dich vereinfachte – du musst den Betrag einfach durch zwei teilen.

Bis zu 8000 Lew kannst du nach Bulgarien ein- als auch ausführen. Wesentlich mehr Geld wirst du vermutlich aufgrund der günstigen Preise nicht benötigen. Falls du in deiner Heimat an den Kauf von Lew nicht gedacht hast, finden sich auch vor Ort überall Möglichkeiten, Geld umzutauschen.

Wechselstuben findest du problemlos in vielen Hotels, Büros der Tourismusbranche sowie Banken. Flexibler bist du jedoch als Kreditkarteninhaber. Damit ist es möglich, Geldbeträge in der bulgarischen Währung direkt von deinem Konto abzuheben. Der Nachteil dabei ist jedoch, dass dies auf Dauer zu einer teuren Angelegenheit werden kann, da oft die Betreiber des Automaten eine Gebühr fordern. Hier lohnt es sich, Geldautomaten zu vergleichen.

Sicherheit und Gesundheit in Sofia Bulgarien

Generell gilt Sofia als sicher und du musst dir keine großen Sorgen machen. Ein paar Vorsichtsmaßnahmen schadn jedoch natürlich nicht. Leitungswasser solltest du nicht trinken und auch weitere Hygienemaßnahmen, wie zum Beispiel regelmäßiges Händewaschen, sind angebracht.

Bitte achte zudem unbedingt auf den Zustand der Straßen, vor allem, wenn du bei Dunkelheit zu Fuß unterwegs bist. Denn in vielen Teilen Sofias besteht erhöhte Stolpergefahr aufgrund der maroden Wege.

Leider ist in Bulgarien aufgrund der Vielzahl von auf der Straße lebenden Hunden die Tollwut eine weitere, nicht zu unterschätzende Gefahr. Sei daher bitte vor streunenden Hunden auf der Hut. Ein Biss könnte fatale Folgen haben.

Sei dir zudem bewusst, dass sich einige Taschendiebe in Sofia rumtreiben. Pass also unbedingt gut auf deine Wertsachen auf und habe nicht zu viel Bargeld in deiner Tasche!

Anreise nach Sofia

Wenn du mit dem Auto anreist, beachte bitte die besonderen Zollbestimmungen. Zigaretten, Kaffee, Getränken und Tee dürfen nur in bestimmten Mengen eingeführt werden. An Einreisedokumenten benötigst du nur den Personalausweis, da das osteuropäische Land Teil der Europäischen Union ist. Die Beantragung eines Visums ist daher nicht erforderlich.

Die schnellste Reiseroute verläuft von Deutschland aus über Wien, Bratislava, Budapest, Szeged, Belgrad und der serbischen Stadt Niš. Du kannst aber auch Graz und Zagreb in deine Route mit einbauen. Ein weiterer alternativer Anreiseweg ist die Fahrt mit dem Schiff von Italien nach Griechenland.

Falls du dich für eine Zugfahrt entscheidest, sind Wien und Belgrad oder Budapest zentrale Umsteigepunkte. Je nachdem, von welcher Stadt du aus startest, sind 30 – 40 Stunden für diese lange Reise einzuplanen. Sofia ist zudem von Deutschland aus gut mit dem Flugzeug erreichbar, zum Beispiel von Berlin, Hamburg, Wien, Köln oder Frankfurt am Main aus.

Außenansicht vom Nationaltheater Ivan Vasov als Sehenswürdigkeit in Sofia
Sofia Sehenswürdigkeiten: Nationaltheater Ivan Vasov

Öffentlicher Nahverkehr in Sofia bzw. Bulgarien

Die mittlerweile weit vorangeschrittene Infrastruktur ist gekennzeichnet durch eine große Auswahl an Bussen, Straßenbahnen, Elektro-Bussen, Mini-Bussen sowie 2 Metrolinien.

Du kannst mit allen Verkehrsmitteln zwischen 5:00 morgens und 23:30 abends fahren. Jedoch ist es natürlich auch möglich, Sofia zu Fuß oder mit dem Fahrrad erkunden, da zwischen den meisten Sehenswürdigkeiten Sofias keine großen Entfernungen zu überbrücken sind. 

Den Flughafen trennen ungefähr 10 Kilometer vom Stadtkern. Eine 20-minütige Fahrt mit dem Bus bringt dich bis in die Innenstadt. Alternativ kannst du natürlich auch die preiswerten Taxis (0,6 Lew je Kilometer) oder die Metrolinie 1 nutzen. Diese Linie verkehrt jedoch nur bis zum Terminal 2. Fahrscheine („Bilet“ in bulgarischer Sprache) dafür kannst du im Ankunftsbereich des Flughafens für umgerechnet 80 Cent  (1,6 Lew) erwerben. Nur in Ausnahmefällen auch im Bus selbst.

Außerhalb des Flughafens sind Tickets für denselben Preis im Kiosk, an der Bushaltestelle Hotel Pliska, beim zentralen Mineralbad sowie an einigen Stationen der Metro (z.B. Station „Serdika“) erhältlich. An allen genannten Orten bekommst du auch Tageskarten, außer beim Kiosk.  

Einzelfahrscheine sind genau für eine Fahrt gültig, für Straßenbahn und Bus. Denn bereits ein Umstieg erfordert einen neuen Fahrschein, außer in der Metro. Eine Tageskarte lohnt sich daher in jedem Fall, denn sie kostet nur 4 Lew. Falls du größeres Gepäck mit dir führst, solltest du unbedingt einen weiteren Fahrschein kaufen.

Die Tickets werden entwertet, indem sie gelocht werden. Dazu wird der Fahrschein einzeln in das Lochgerät geschoben und die Vorderkante des Geräts nach oben gedrückt. Tageskarten bekommen zudem vom Verkäufer mithilfe eines Stempels das aktuelle Datum aufgedruckt.

Einzel-, als auch Tagestickets gelten für alle öffentlichen  Verkehrsmittel, außer Taxen. Falls du mit der Metro unterwegs bist, musst du jedoch eine kleine Besonderheit beachten. So kannst du mithilfe des Einzeltickets das Drehkreuz selbst entriegeln. Wenn du jedoch eine Tageskarte besitzt, musst du dich an den Schalter neben dem Drehkreuz wenden. Der Mitarbeiter am Schalter prüft deine Tageskarte auf das korrekte Datum. Erst dann wird das Drehkreuz geöffnet.

Bei allen anderen Verkehrsmitteln wirst du erst im Fahrzeug kontrolliert. Daher kannst du auch bei Bus und Straßenbahn selbst wählen, von welcher Tür aus du einsteigst. Außer der Tageskarte ist es möglich, Monatskarten (60 Lew) und Jahreskarten (500 – 600 Lew) zu erwerben. Verschiedene Tarifzonen, wie in Deutschland, sind den Einwohnern Bulgariens unbekannt.

Vergiss aber auf keinen Fall, eine Fahrkarte zu kaufen. Schwarzfahren ist in dem südosteuropäischen Staat zwar längst nicht so teuer wie in Deutschland, aber 20 Lew sind auch nicht ganz ohne. In diesem Fall erhält man ein Strafticket. Einen Ausweis musst du in beiden Fällen jedoch nicht vorzeigen. Manchmal kann es vorkommen, dass Leute, die nicht aus Bulgarien stammen, einen etwas höheren Preis zahlen müssen. Dies ist jedoch nicht die Regel.

Es gibt zudem einen zentral gelegenen Busbahnhof. Von diesem Busbahnhof aus verkehren viele verschiedene Linien in andere bulgarische Städte, aber auch in andere Länder. Du findest ihn in der nördlichen Innenstadt.

Falls du dich für die Fahrt mit dem Taxi entscheidest, solltest du unbedingt den Fahrtpreis beachten. Denn viele Schlepper geben für ein Taxi einen völlig überteuerten Preis an. Diese Schlepper gehen oft direkt auf Touristen zu. Offizielle Taxen, die wirklich von einer seriösen Firma stammen, findest du ausschließlich an einem Taxistand vor dem Terminal bzw. im Einreisebereich.

Zudem sind sie gelb lackiert und mit einem großen Logo des zuständigen Beförderungsunternehmens versehen. Eine zusätzliche Beschriftung in englischer Sprache ist in manchen Fällen auch gegeben. Die Anzahl der zugelassenen Fahrzeuge ist im Gegensatz zu anderen bulgarischen Orten nicht beschränkt.

Eine weitere Betrugsmasche beruht auf der Manipulation des Tachometers. So geht mit einer Verdopplung der Geschwindigkeit eine Verdopplung der Fahrtroute einher. Das Resultat ist natürlich ein 2-facher Preis. Du kannst dieser Dreistigkeit jedoch mit etwas Vorsicht und einem prüfenden Blick auf das Tachometer entgehen. Lade dir zudem die App „Taxime“ runter, denn damit hast du alles gut im Blick.

Eine rote Lampe in der Vorderscheibe zeigt an, dass das Taxi bereits gebucht ist. Es ist nicht besonders zu empfehlen, ein Taxi selbst anzurufen. Zum einen können in Bulgarien nicht zugelassene Handys schnell blockieren, dann sprechen Taxi-Fahrer eher seltener englisch. Indem du die Rezeption deiner Unterkunft bittest, den Anruf für dich zu tätigen, kannst du dir eine Menge Umstand sparen.

U-Bahn Station in Sofia Bulgarien
Unterwegs mit der U-Bahn.

Welche Restaurants und Gaststätten findet man in Sofia?

Gute Nachrichten – du findest in Sofia eine große Auswahl an Cafés und Restaurants. Wenn du ein etwas höheres Reisebudget hast, solltest du auf jeden Fall dem Vitosha Boulevard einen Besuch abstatten. Hier befinden sich verschiedene vornehmere Gaststätten sowie Geschäfte. Um die Bezahlung brauchst du dir keine Sorgen zu machen, denn Kreditkarten werden in allen größeren gastronomischen Einrichtungen akzeptiert. Eine Ausnahme stellen Cafés dar, die etwas weiter vom Stadtkern entfernt liegen. Wenn du dir also auch die etwas abgelegenen Stadtbezirke anschauen möchtest, solltest du ausreichend Bargeld bei dir führen. Hier gebe ich dir nun ein paar Restaurantempfehlungen und Tipps!

Das Restaurant Pod Lipite

Die im Zentrum Sofias gelegene berühmte Taverne bietet charakteristisches bulgarisches Essen an. Daher wirst du hier von Kellnern in landestypischer Kleidung bedient. Aufgrund der traditionellen Aufmachung herrscht in diesem Restaurant eine besondere Stimmung. Konzerte mit bulgarischer Musik tragen ebenfalls dazu bei. Ein sehr leckeres, hier angebotenes Gericht ist das „Kavarma“.

Pod Lipite Restaurant von innen
Pod Lipite Restaurant

Das Restaurant Vodenitzata

Nicht direkt in Sofia, sondern etwas außerhalb am Fuße des Vitosha-Berges gelegen, ist es jedoch schnell zu erreichen. Der Weg dahin ist jedoch von kurvigen Straßen gesäumt. Da man das Restaurant nicht anz so leicht findet, ist es jedoch empfohlen, die Anreise mithilfe eines Taxis zu bestreiten.

Der Vorteil an diesem Restaurant ist, dass man in diesem Lokal eine herrliche Ruhe genießen kann. In der Sommerzeit werden draußen auf der Terrasse Tische aufgestellt. Eine weitere Besonderheit ist die gelegentliche Aufführung des „Feuertanzes“ oder auch „nestinarstyos“. Dies bezeichnet ein traditionelles Ritual, bei dem ein Einheimischer barfuß auf heißen Kohlen tanzt. Dieses Spektakel kann man ansonsten nur noch in wenigen Dörfern Bulgariens beobachten.

Vodenica Restaurant von außen
Vodenitzata Restaurant Sofia

Das Restaurant „Shtastlivetsa

Dieses besondere Lokal, welches seinesgleichen sucht, befindet sich in unmittelbarer Nähe des Hauptbahnhofes in Sofia. Man hat hierbei das Gefühl, als würde man in ein riesiges Wohnzimmer eintreten. Dazu ist es mit edlen Tischen aus Holz sowie Stühlen in stilvollen Formen ausgestattet. Es bietet europäische, mitteleuropäische und internationale Küche an. Zudem ist es für Veganer und Vegetarier geeignet.

Das Restaurant Staria Chinar”

Hierbei handelt es sich um ein sehr nobles Gasthaus. Falls du dir einmal die Alexander-Newski-Kathedrale ansehen möchtest, ist dies ein guter Ort, um vor dem Besuch Essen zu gehen. Denn das gut betuchte Speiselokal liegt in der Nähe der Kathedrale. Es liegt abseits der großen Hauptstraßen und bietet auch bulgarisches Essen, zum Beispiel Wildfleisch an. Auch dieses Restaurant besitzt eine Terrasse. Daher ist es möglich, hier im Sommer mit Freunden oder der Familie die Gerichte an der frischen Luft zu genießen.

Staria Chinar Restaurant in Sofia
Staria Chinar

Einkaufen in Bulgariens Hauptstadt

Die Lebensmittelgeschäfte haben meist von 8:00 – 20:00 in der Woche geöffnet. Textilläden dagegen nur von 10:00 – 19:00, Postämter von 8:00 – 18:00 sowie Banken von 9:00 – 16:00. Es gibt jedoch auch Essensläden, die 24/7 geöffnet haben. Das Verschicken eines Briefes oder der Kauf von Briefmarken ist genauso billig wie Lebensmittel oder ein Busticket.

Genau wie bei uns in Deutschland schließen alle Geschäfte am Sonntag, wobei der Samstag meist eine verkürzte Öffnungszeit hat. Eine Besonderheit in Sofia sind die Knieläden. Diese eher kleinen Geschäfte sind noch ein Relikt aus der Zeit des Sozialismus in Bulgarien. Sie weisen Parallelen zum deutschen Späti auf.

In Punkto Spaß als auch Auswahlmöglichkeiten ist ein Einkauf in der osteuropäischen Großstadt ein großartiges Erlebnis. Du wirst hier nicht nur coole Shoppingmeilen finden, sondern auch eine Menge Trödelmärkte, Basare, Kunstgalerien und Antiquitätenläden. So kannst du auf jeden Fall immer etwas Neues entdecken.

Wenn du deiner Familie oder Freunden ein kleines Souvenir mitbringen möchtest, wirst du definitiv fündig werden. Dabei hast du die Auswahl zwischen Töpferwaren, Tischdecken, Rosenöl, verschiedenen alkoholischen Getränken wie landestypischer Anisschnaps oder Weinbrand und Puppen. Aber auch ländliche Trachten wirst du finden.

Man merkt sofort, dass handgefertigte Waren in Bulgarien sehr beliebt sind und Traditionen weiterhin eine bedeutende Rolle spielen. Schaue außerdem unbedingt mal bei einem Basar vorbei. Hier wirst du eine Menge an Ramschartikeln, kleinen Schätzen sowie den verschiedensten Gegenständen antreffen. Aber auch leckere und frische Nahrungsmittel werden hier angeboten, wie z.B. auf dem Ženskija Pazar.

Geöffnet hat dieser Basar von 7:00 bis 0:00. Bitte wundere dich nicht, dass der genannte Preis im ersten Moment viel zu hoch angesetzt wird. Das Handeln ist auf solchen Märkten Gang und Gebe. Daher feilsche einfach mit dem Verkäufer, und du wirst sehen, dass du doch etwas Passendes zu deinem Budget finden wirst.

Vielen Menschen bereitet das Handeln zudem eine Menge Freude. Einer dieser Ramschmärkte befindet sich nicht weit von der Alexander-Newski-Kathedrale. In Modegeschäften solltest du dich vor Fälschungen von Markenkleidung in Acht nehmen. Ein sehr billiger Preis kann ein Indiz dafür sein. In den großen Kaufhäusern werden neben Einkaufsmöglichkeiten auch Restaurants, Souvenirläden und Kinos angeboten. In Sofia ist zudem das größte bulgarische Shoppingcenter ansässig, welches auf den Namen CUM getauft wurde.

Einkaufszentrum in Sofia
Shopping in Sofia

Wie lässt sich Sofia am besten erkunden?

Einerseits bietet es sich an, ganz klassisch zu Fuß durch die bulgarische Mega-City zu ziehen. Andererseits kannst du jedoch auch ganz einfach eine Stadtführung buchen, sogar im Trabant. Diese Führungen, wie z. B. die 2-stündige „Free Sofia Tour“, sind auch in englischer Sprache. Bei letzterem handelt es sich um einen von Studenten geführten kostenfreien Rundgang, für den du dich nicht anmelden musst. Ein kleines Trinkgeld ist jedoch immer willkommen.

Klassische Stadtrundfahrten gibt es in der bulgarischen Hauptstadt jedoch eher selten, aber du findest sie. Diese Rundfahrten werden in Sightseeing-Bussen angeboten, die 20 Lew (umgerechnet 10 Euro) kosten. Für Kinder gilt ein ermäßigter Preis von 10 Lew.

In Sofia wird dir niemals langweilig werden. Denn eine große Palette an Aktivitäten wird in der kulturträchtigen Stadt angeboten. Dazu gehören Theater, Kino, Konzerte, Wintersport, Clubs, Restaurants, Bars und vieles mehr. Im Progamata, einem kostenfreien Reiseführer der Stadt, kannst du dich genauer informieren. Angeboten wird der Kulturführer in Hotels und Kinos, oder auch in gastronomischen Einrichtungen wie Restaurants.

Das Nachtleben in Sofia Bulgarien

Das bulgarische Nightlife ist perfekt für Partymäuse und Nachtschwärmer. Denn in Sofia leben viele junge und aufgeschlossene Menschen. Du kannst hier definitiv eine Menge Spaß haben. Zudem sind die Diskotheken jeden Tag geöffnet und der Eintrittspreis ist sehr niedrig. Viele Clubs haben sogar freien Eintritt! Die Partys fangen meistens gegen 0:00 Uhr an.

Das Clubangebot ist groß und somit ist für jeden Musikgeschmack etwas dabei, egal ob Metal, Rock, Electro, Techno, Reggae oder Balkanmusik. Aber auch Einflüsse türkischer und arabischer Musik findet man hier. In Bulgarien gibt es, wie auch im Rest von Osteuropa, immer einen Grund zum Feiern!

Die höchste Dichte an Clubs findest du an dem Boulevard Vitosha. Besonders zu empfehlen sind der Club Maze sowie der Club Culture Beat. Ersterer hat einige Besonderheiten an sich. So bietet er gute Indie-Musik und ist im Stil eines bulgarischen Kellers hergerichtet. Dadurch wird man in dieser Disko mit einer einzigartigen, schrulligen Atmosphäre empfangen. Die Diskothek Culture Beat kombiniert Club, Café und Bar in Einem. Im Culture Beat wird Housemusik aufgelegt.

Nachtleben in den Clubs mit tanzenden Menschen
Party in Sofia

Das Klima und die beste Reisezeit

In Sofia herrscht vorwiegend kontinentales und ozeanisches Klima. Für einen Urlaub in Bulgarien eignet sich am besten der Zeitraum zwischen Mai und Oktober, da hier relativ wenig Regen niederschlägt und angenehme Temperaturen zu verzeichnen sind.

Aufgrund der kühlen Winter ist der neben Sofia liegende Berg Vitosha perfekt zum Skifahren geeignet. Denn Schnee ist hier bis in den Frühsommer noch anzutreffen. Plane für einen Skiurlaub jedoch Dezember bis März ein. In der Stadt sind die Sommer sehr warm und trocken. Dabei sollte man mit 24 °C bis 28 °C rechnen. Die ländliche Umgebung wird im Mai und Juni jedoch häufig von Starkregen heimgesucht. 

Fazit zu Sofia Bulgarien

Wie du siehst, hat Bulgarien und besonders Sofia einiges zu bieten und ein Besuch lohnt sich. Natürlich lässt sich ein Sofia Städtetrip auch super mit anderen Ländern in der Region verknüpfen. Beispielsweise könntest du einen Abstecher nach Rumänien planen, oder direkt Sofia mit einem Balkan Roadtrip verbinden. Ich wünsche dir bereits viel Spaß in Sofia!

Über die Autorin

Autorin Toni
Die Autorin – Toni

Hallo, mein Name ist Toni. Seit vielen Jahren ist es mit vergönnt, ortsunabhängig zu arbeiten und als digitaler Nomade an den schönsten und aufregendsten Orten der Welt zu leben. Vor einigen Jahren habe ich studiert, um später nach einer längeren Berufstätigkeit das Reisen für mich zu entdecken. Seitdem habe ich meine Leidenschaft zum Beruf gemacht. Es gefällt mir, individuell und nachhaltig zu reisen, dabei Abenteuer zu erleben und sportlichen Aktivitäten nachzugehen! Lese mehr auf Travelicia!

 
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